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Erfahrungen casual dating kassel clocks

Ich selbst würde auch niemanden ohne Foto anschreiben. Man kauft schliesslich nur ungern die Katze im Sack und schon gar nicht, wenn man sich bald mit ihr ein Bett teilt.

Doch nicht nur, dass er jede Mail mit dem gleichen «Oh, schön von Dir zu lesen» beginnt. Oder die, die ich von der Generation her locker Opa rufen könnte – weshalb mir beim Inhalt ihrer Mails auch eher schlecht als heiss wird. Und dann sind da noch jene, die von Anfang klar machen, sie fänden mich attraktiv. Weiter wundere ich mich, ob Männer im Gegensatz zu Susanne den Chat-Verlauf nicht einsehen können?

In all seine Nachrichten schreibt er: «Wie schön, wir sind beide gebunden und sitzen damit im gleichen Boot, trotzdem weiss ich nicht was ich von dieser Plattform halten soll» - hat der einen (Seiten-) Sprung in der Platte? Dann gibt es da natürlich noch die langweiligen «Hey wie geht’s? Falls ich jedoch wieder eine von denen «aus dem Ostblock» sei, die sie auf eine Sexhotline locken wollen, dann solle ich mich zum Teufel scheren. Denn selbst wenn ich manchen von ihnen gar nicht antworte oder eine fiese Abfuhr erteile – auf Worte wie «Ich will Dich ficken, so hart bist Du kotzt» reagiere ich sensibel – schreiben sie mich immer wieder an, und das mit fast identischem Wortlaut.

mein neues Ich Susanne – wohl spätestens an dieser Stelle zum Lügen gezwungen gewesen. Schnelle Nummern, Affären und Seitensprünge gehören hier zum Business.

Damit man sich beim «Seitenspringen» nicht erwischen lässt, hält der Online-Anbieter auf seiner Seite sogar einen Ratgeber bereit: Diskretion, sich dem Partner gegenüber nichts anmerken lassen und Beweise vertuschen – so einfach ist das. Jetzt wird’s witzig: Aus erotischen Bildli muss ich fünf auswählen, die mich «spontan anmachen».

Nämlich als «Susanne, blond, schlank, grünäugig, 27, aus Berlin, wohnhaft in Zürich, vergeben und neu im C-Dating». Irgendwie diskriminierend – für mich als vermeintlich gebundene Frau, also Susanne, auf der Suche nach ein wenig männlicher Abwechslung aber nicht weiter tragisch.

Bei der einfachen Registrierung werde ich vom System nach meinem Aussehen gefragt: Grösse, Figur, Haar- und Augenfarbe.

Natürlich nur eines, auf dem man mein Gesicht nicht sieht.

Schliesslich will ich nicht bei jedem schmunzelnden Gesichtsausdruck des Nachbarn oder Supermarktverkäufers denken, man hätte mich erkannt.

Maya S: Ich verstehe nicht, wie man sich über eine solche Webseite überhaupt entsetzen kann.

Diese Plattform dient ja ganz offensichtlich dazu mal eben nicht vorbildlich, perfekt und heuchlerisch moralisch zu sein, wie oft im Alltag vorgespielt wird.

Diese wirbt mit einem attraktiven Paar in einem sexy Werbeclip: «Finden Sie erotische Abenteuer in ihrer Nähe», heisst es.